Oberberg ist bunt nicht braun

 

Europawahl am 7. Juni 2009

Europa

EU-Spitzenpolitiker Martin Schulz, EP-Kandidat Sebastian Hartmann, Bundestagskandidatin Michaela Engelmeier-Heite, Landratskandidat Ralf Wurth und Reichshofs Bürgermeisterkandidat Andreas Reinéry erörterten im Polit-Talk im Hotel Barbarossa in Eckenhagen die Bedeutung von Europa auf Bund, Länder und Kommunen.

Nicht ein Monolog des langjährigen Würseler Bürgermeisters Martin Schulz, sondern das informative Gespräch, das Einbeziehen der interessierten Zuhörer brachte Erstaunliches und Neues zum Thema „was für ein Europa wollen wir? zutage und machte deutlich, warum eine sozialdemokratische Mehrheit im Europäischen Parlament so wichtig ist für die Gestaltung eines sozialen Europas - auch zum Wohle der Kommunen vor Ort.

Zuvor hatten sich die Kandidaten bei bestem Wetter geführt von Helmut Engels das Heimatmuseum erklären lassen, welches ganz im Zeichen des Brotbackfestes stand.

Die Eckenhagener Gesamtschüler Benedikt Diederichs, Thorben Lorenz, Tim Suchanek, Jan Henkel, Christian Hannes, Jonas Bosbach, Alissa Klein und Karina Bialkowski folgten der Einladung und stellten dem EU-Abgeordneten Fragen.

Reinéry: „Europa scheint weit weg und durchdringt doch unseren Alltag. Mehr als 80 Prozent der für unsere Gemeinde relevanten Regeln formulieren Brüssel und Straßburg. Mir ist wichtig, dass z.B. auch der Reichshof von Europa profitiert.“

So kam folgerichtig von Benedikt Diederichs die Frage nach europäischen Fördermitteln für das Projekt zur ökologischen Schulhofgestaltung an der Gesamtschule.

Martin Schulz, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion des Europaparlaments und SPD-Spitzenkandidat bei der Europawahl war begeistert vom Heimatmuseum und dem Interesse der Eckenhagener Gesamtschüler und lud spontan eine Abordnung zu einem Besuch an seinen Arbeitsplatz in Brüssel ein.
In der Diskussion wurde deutlich, dass z.B. die Wiehltalsperre Optionen für Natur und Tourismusprojekte bergen, die mit EU-Mitteln bewerkstelligt werden könnten.

Auf seiner zweiten Station in Engelskirchen-Ründeroth machten Martin Schulz und Sebastian Hartman, regionaler Europakandidat, deutlich, dass die Europawahl eine Richtungsentscheidung für Europa ist.

Konservative und Marktliberale wollen ein Europa, das den freien Markt und den Wettbewerb über alles stellt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt, dass die marktliberale Logik gescheitert ist. Nach Meinung der Sozialdemokraten brauchen wir ein Europa, in dem nicht die kurzfristige Logik der Finanzmärkte herrscht, sondern ein Europa, das Gerechtigkeit, Umwelt und wirtschaftlichen Erfolg zusammenführt.

Mit einem europäischen Pakt gegen Lohndumping wollen Sozialdemokraten dafür sorgen, dass in allen EU-Mitgliedsstaaten existenzsichernde Mindestlöhne gelten.

Wie wichtig eine starke sozialdemokratische Vertretung im Europäischen Parlament ist, machte der Bürgermeisterkandidat von Engelskirchen, Dr. Gero Karthaus MdL, am Beispiel der Sparkassen deutlich. So haben sich sozialdemokratische Politiker für den Erhalt der deutschen Sparkassen eingesetzt, die Konservative und Liberale am liebsten privatisiert hätten. Aber gerade in der jüngsten Finanzkrise waren die Sparkassen die stabile Säule des Finanzsystems in Deutschland.

 

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