Oberberg ist bunt nicht braun

 

Fahne Reichsbanner zurück in Marienheide

Allgemein


v.l.: Beucher, Engelmeier-Heite, Gisela Berges, Konzelmann, Mederlet, Ott, Günter Berges, Jandel, Vetter

Die Tatsache, dass es in Marienheide "aufrechte Demokraten" gab, die den Nazis die Stirn boten und dass dieses Zeitzeugnis in Form einer mindestens 80 Jahre alten Fahne nun wieder in Marienheide aufgehängt werden soll, darüber freuen sich sicher nicht nur die Sozialdemokraten in Marienheide und im Oberbergischen Kreis.

Die Organisation "Reichsbanner" wurde 1924 parteiübergreifend in Magdeburg "zum Schutz der parlamentarischen Demokratie" gegründet, um dem aufkommenden Nationalsozialismus entgegen zu treten. Überwiegend waren es Sozialdemokraten wie Julius Leber, Paul Löbe, Philipp Scheidemann und Kurt Schumacher, aber auch Mitglieder des Zentrums wie Karl Joseph Wirth, Reichskanzler der Weimarer Republik, und der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Theodor Heuss, Mitglied der DDP bzw. FDP, gehörten dem Reichsbanner an.

Viele Jahrzehnte hatte die Fahne in den Räumen der SPD Mittelrhein, später der SPD Köln gehangen. Der Vorsitzende des Unterbezirks Köln Jochen Ott, nutzte nun die Gelegenheit bei einem Besuch in Marienheide, die Fahne den Vertretern der SPD Marienheide zu übergeben.

Jochen Ott mit der Fahne des Reichsbanner

Die stellv. Vorsitzende Anke Vetter und die Vorstandsmitglieder Gisela und Günter Berges der SPD Marienheide nahmen im Beisein des Ehrenvorsitzenden der Oberbergischen SPD Friedhelm Julius Beucher, dem Vorsitzenden Thorsten Konzelmann, der stellv. Vorsitzenden Michaela Engelmeier-Heite und dem frisch gewählten JUSO Vorsitzenden Heiko Jandel die Fahne mit großer Freude entgegen.

Nun gehen die Recherchen weiter. Wer hier noch etwas aus der Zeit zwischen 1924 und 1933, als die Vereinigung verboten wurde, zu berichten weiß, meldet sich bitte bei: Anke Vetter (02264) 287672, Günter Berges (02264) 287979 oder schreibt an info@spd-marienheide.de

 

Homepage SPD Oberbergischer Kreis